Metall Drehmaschinen 
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Auf einer Drehmaschine (Drehbank) rotiert das Werkstück, während ein feststehender Drehmeißel Material abnimmt. Damit fertigst du rotationssymmetrische Teile aller Art: Wellen, Achsen, Bolzen, Buchsen, Passungen, Gewinde, Kegel und Plandrehungen - vom Modellbau über Reparaturen in der Landwirtschaft bis zum Prototypenbau. Mit Zubehör wie Planscheibe, Lünette und Fräsaufbau erweiterst du das Spektrum zusätzlich.
Das Sortiment reicht von der kompakten Hobby-Drehbank bis zur schweren Werkstattmaschine:
• Einstiegsklasse: die BV25 Metalldrehbank ab 1.750 € (230 V oder 400 V) für Modellbau und feine Arbeiten.
• Kompaktklasse mit Vario-Antrieb: die D290V (optional mit 2-Achs-Digitalanzeige) - auf Wunsch mit Fräsaufbau BF25V zur Bohr-Fräs-Kombination erweiterbar.
• Werkstattklasse: die Super 900 und Super 1100 (die Zahl steht für die Spitzenweite in mm) - wahlweise mit Digitalanzeige und als Vollausstattung mit umfangreichem Zubehör.
• Profiklasse: die D320 Vario und die Supercut-Serie bis zur D250x1000-80 - schwere Maschinen für den täglichen Einsatz in der Betriebswerkstatt.
Beide haben klare Stärken: Eine Drehmaschine mit Schaltgetriebe läuft mit konstanter Motordrehzahl und liefert dadurch in jeder Stufe das volle Drehmoment - auch bei sehr niedrigen Drehzahlen unter 100 U/min, was besonders beim Gewindeschneiden ein großer Vorteil ist. Diese Maschinen laufen mit 400 V. Der Vario-Antrieb lässt sich dagegen stufenlos und auch unter Last feinfühlig regulieren, ist leiser, wartungsärmer und läuft meist mit 230 V – ist damit aber bei der Motorstärke und Kraft limitiert. Faustregel: Wer viel Gewinde schneidet und schwere Zerspanung macht, greift zum Schaltgetriebe; wer flexibel zwischen Materialien wechselt und den Komfort schätzt, zum Vario-Antrieb.
Die wichtigsten Kriterien sind Spitzenweite und Spitzenhöhe, Drehzahlbereich, Gewindeschneid-Ausstattung und die Maschinensteifigkeit:
• Spitzenweite und Spitzenhöhe: Die Spitzenweite (z. B. 900 oder 1.100 mm) bestimmt die maximale Werkstücklänge, die Spitzenhöhe den maximalen Durchmesser über dem Bett. Kaufe nach deinem größten realistischen Werkstück - plus Reserve.
• Drehzahlbereich und Antrieb: Große Durchmesser und Gewinde brauchen niedrige Drehzahlen, kleine Teile hohe. Ob Schaltgetriebe oder Vario besser passt, erklären wir in der eigenen Frage oben.
• Leit- und Zugspindel: Für das Gewindeschneiden (metrisch und Zoll) sind Leitspindel und ein gut abgestuftes Vorschubgetriebe entscheidend - ein Schaltgetriebe für Vorschub und Steigungen erspart das lästige Tauschen von Wechselrädern. Prüfe die verfügbare Gewindetabelle.
• Digitalanzeige (DRO): Eine 2- oder 3-Achs-Digitalanzeige macht das Arbeiten auf Maß deutlich schneller und sicherer - die Nachrüstung ist teurer als der Aufpreis ab Werk.
• Gewicht und Bett: Ein induktionsgehärtetes, geschliffenes Bett und hohes Maschinengewicht sind die Grundlage für Präzision und Oberflächengüte.
• Spindelbohrung und Aufnahme: Eine große Spindeldurchgangsbohrung erlaubt das Durchstecken von Stangenmaterial - im Reparaturalltag Gold wert.
• Stromanschluss, Maße und Gewicht: Vario-Maschinen laufen meist mit 230 V, Schaltgetriebe-Maschinen mit 400 V (CEE-Stecker) - kläre vorab, ob der Anschluss am Aufstellort vorhanden ist. Prüfe auch den Transportweg in Keller oder Werkstatt: Drehmaschinen lassen sich für den Transport kaum zerlegen.
Die Spitzenweite ist der Abstand zwischen Spindel und Reitstockspitze - also die maximale Länge des Werkstücks zwischen den Spitzen. Die Spitzenhöhe ist der Abstand von der Spitze zum Maschinenbett und bestimmt den halben maximalen Drehdurchmesser: Eine Maschine mit 125 mm Spitzenhöhe dreht Teile bis 250 mm Durchmesser über dem Bett. Bei den Hans Schreiner Modellen steckt die Spitzenweite oft im Namen - die Super 1100 bietet 1.100 mm zwischen den Spitzen.
Ja, für die D290V gibt es den Fräsaufbau BF20V/BF25V, der die Drehbank zur kompakten Dreh-Fräs-Kombination macht: ideal, wenn Platz und Budget für zwei Maschinen fehlen. Wer regelmäßig fräst, ist mit einer separaten Bohr-Fräsmaschine (siehe unsere Metall-Fräsmaschinen) allerdings besser bedient. Diese bieten mehr Steifigkeit, mehr Verfahrweg, kein Umrüsten.
Wenn an deiner Drehmaschine ein Defekt auftritt, bist du bei Holzprofi langfristig abgesichert. Über 95 % der gängigen Ersatzteile, zB Backenfutter, Wechselräder, Keilriemen, Lager, Elektronik, sind im mehrere hundert Quadratmeter großen Ersatzteillager verfügbar.
Entferne Späne nach jeder Nutzung, öle Bettführungen, Leitspindel und Support regelmäßig nach Schmierplan, halte das Backenfutter sauber und prüfe gelegentlich das Spiel der Schlitten (Nachstellleisten). Bei Getriebemaschinen zusätzlich den Ölstand des Getriebes kontrollieren. Ein sauberes, geöltes Bett ist die Lebensversicherung für die Präzision deiner Maschine.















